Vorträge/Miniworkshops
Unter dem Motto "Erkenne und lebe Dein wahres Selbst" - Der Weg zur wahren Lebensweisheit, Humanität, Spiritualität und Selbstheilung veranstaltet die Clemensana-Akademie an verschiedenen Orten in NRW und darüber hinaus kombinierte Vorträge/ Miniworkshops. Aktuell ist ein Termin am Standort Remscheid geplant. Am Sonntag, 26.11.2017 um 15.30 Uhr geht es um das Thema "Der wahre Verstand schränkt sein Herz nicht ein - der Ergo-(Un-)Verstand, der sich in jedem Moment irrt, hat ein eingeschränktes Herz." Mehr Infos über die aktuell geplanten Veranstaltungen unter Vorträge-Miniworkshops

Die Zusammenhänge

Befreit leben …

Befreit leben in völliger Verschmelzung – ein Aspekt der Göttlichen Matrix

Einer der Sinnsprüche von Clemens I., der der Dritte Nachfolger auf dem Stuhl Petri war und von ca. 50 bis 102 nach Chr. lebte, lautet:

„Der Herr selbst, als ihn einer fragte, wann sein Königreich komme, sagte: ‚Wenn zwei eins sind und das Äußere wie das Inwendige, und der Mann mit dem Weibe, weder Mann noch Weib‘.“

Als ich diesen Spruch entdeckte, war ich hellauf begeistert, da er genau das wiedergab, was ich als Wahrheit in mir trug und immer noch trage.

Wenn ´das Äußere wie das Inwendige´ ist, also der äußere Ausdruck wie der innere Kern ist, ist das menschliche Wesen im reinem Ausdruck des Höheren Selbst angekommen und das dauerhaft. Keine aufgesetzte Maske, kein übergezogener Mantel und kein passender Schuh des Egos kann die wahren Ausdrucksmöglichkeiten des Wesens beeinträchtigen.

In diesem Zustand können Mann und Frau sich auf einer Art und Weise begegnen, die in göttlicher Sexualität Ihren Höhepunkt findet. Sexualität als göttlicher Tanz zweier Wesen bis zur völligen  Verschmelzung. Was bleibt: ´der Mann mit dem Weibe, weder Mann noch Weib´, nur noch eine definitionslose energetische Masse. Unbeschreibliche Gefühle sind nunmal unbeschreiblich und doch ist die Beschreibung dieses Mannes vor über 1900 Jahren für diesen Aspekt der jetzt kommenden Welt fantastisch.

Dieses Ereignis kannst du dir auch wie den atomaren Super-GAU für das Ego vorstellen. Für den der es nicht genau weiß –  GAU ist die Abkürzung für „Größter atomarer Unfall“. Nichts wird mehr so sein, wie es vorher einmal war, wenn im Ego-Kraftwerk die Kernschmelze eintritt und der Teufel seinen Geist aufgibt.

Wie es dir in diesem Leben ergangen ist, weiß ich nicht. Ich persönlich habe einen sehr kurzen Vorgeschmack davon als 18-jähriger erfahren dürfen, bis sich das Ego in der Mann/Frau-Beziehung wieder bahnbrach. In die Sexualität schlichen sich danach immer mehr Nicht-Liebe ein und nicht nur dort.

Da ich damals die Zusammenhänge der Schöpfung nicht begriffen hatte, konnte ich diesen Bruch nicht einordnen. Dieser damalige Vorgeschmack vom Göttlichen war jedoch von Zeit zu Zeit wie ein Leuchtturm, der mir meine Richtung zeigte, wo die Reise hingehen soll, auch wenn ich immer wieder zwischenzeitlich die Orientierung verlor.

Wer also befürchten sollte, dass die Ethik des Höheren Selbst nur die völlige Enthaltsamkeit zum Ziel hat, kann sich entspannt zurücklehnen und dieses Konzept in die Ego-Matrix einordnen. Und wer bislang so gelebt hat, als ob nur ein bis zu Tode durchgehaltenes Keuschheitsgelübte zum Ziel führt, der kann entweder so weitermachen oder einmal den anderen Weg einschlagen. Für den zweiten Fall hat er die Wahl, die erste Amtshandlung der wiedergewonnene Lufthoheit über sein Leben dazu zu benutzen, sich den Dispens für diesen Weg selbst zu erteilen.

Du brauchst dich nur vom Ego zu enthalten, um das Höhere Selbst zum Ausdruck zu bringen, und das dafür erforderliche Unterscheidungsvermögen gilt es forschend zu entwickeln.

Irgendwie fühlt es sich für mich danach an, dass Clemens I. die in der christlichen Theologie beschrieben Naherwartung der Parusie (grch. für „Gegenwart, Anwesenheit, Ankunft, Wiederkunft“) des Erlösers war. Diese hatte sich angeblich nicht erfüllt. Um hier eine andere Sicht zu haben, müsste man jedoch den im Urchristentum verankerten, später verbotenen Reinkarnationsgedanken wieder aufleben lassen oder ihn schon für stimmig halten.

Nun, ob diese meine Wahrnehmung nun stimmt oder nicht, sein Sinnspruch macht schon Sinn.