Vorträge/Miniworkshops
Unter dem Motto "Erkenne und lebe Dein wahres Selbst" - Der Weg zur wahren Lebensweisheit, Humanität, Spiritualität und Selbstheilung veranstaltet die Clemensana-Akademie an verschiedenen Orten in NRW und darüber hinaus kombinierte Vorträge/ Miniworkshops. Aktuell sind Termine an den Standorten Much im Rhein-Sieg-Kreis und Remscheid geplant. Am Freitag, 04.08.2017 um 19.00 Uhr geht es um das Thema "Vorstellung und Einführung in den Selbstheilungsweg "Heilen im Nu" mit der ImMoment-Methode" Mehr Infos über die aktuell geplanten Veranstaltungen unter Vorträge-Miniworkshops

Die Zusammenhänge

Die Begriffe

konkurrenzlos – alternativlos

Dieser Artikel wird für viele ein ganz neues Licht auf das Thema Konkurrenz bzw. Konkurrenzlosigkeit werfen. Konkurrenzdenken führt zu vielen Belastungen in unserer Welt. Die göttliche Sicht der Konkurrenzlosigkeit richtet sich nicht gegen wirkliche Optimierung von Abläufen, die wirklich gute Dinge bewirken. Es geht hier um die Haltung, aus der heraus Menschen göttlich oder zerstörerisch handeln. Auch soll hier nicht der Ego-Rolle „Faulheit“ das Wort geredet werden. So, das zur Einleitung und jetzt zu den Begriffen:

  • konkurrenzlos von lat. conkurrere Vb. oder dt. konkurrieren zusammenlaufen, zusammenstoßen, um die Wette laufen, und der dt. Nachsilbe los mit der Bedeutung ohne (z.B. auch in atemlos, herzlos, armlos etc.) zusammengefasst: ohne (jede) Konkurrenz
  • dt. Konkurrenz f., auch Wettbewerb, Mitbewerb, österr. Bewerb, steht für:
  • Rivalität, allgemein den emotionalen Wettbewerb um Ansehen, Macht (insbesondere Vormachtstellungen) oder Zuneigung, besonders im privaten Bereich und der Politik;
  • Wettbewerb in der Wirtschaft: Wettbewerb verschiedener Anbieter um Kunden; Wettkampf: in Sport und Spiel; im kulturellen Bereich;
  • Wettbewerb im kulturellen Bereich: zur Erlangung einer Auszeichnung oder eines Stipendiums: Konkurrenz (Ökologie); Konkurrenz in der Ökologie: den Wettbewerb verschiedener Lebewesen um knappe Ressourcen in der Natur;
  • Konkurrenz im Rechtswesen: die gleichzeitige Anwendbarkeit mehrerer Rechtsnormen auf den gleichen Sachverhalt;

Wie zu sehen ist, ist Konkurrenz oder Konkurrenzdenken eine Veranstaltung des Egos. Es gibt einen oder mehrere sogenannte Gewinner und ein oder mehrere sogenannte Verlierer. Wenn das Ego in der Rolle des Gewinnertypus gewinnt, dann hat er aus Sicht des Egos gewonnen. Wenn das Ego in der Rolle des Verlierertypus verliert, hat es sogar aus der Sicht des Egos mit seiner Absicht gewonnen. Schon ganz schön verrückt, das Ego!

Aus göttlicher Sicht haben beiden verloren. Beide Wesen haben in diesen Rollen den Bezug zu ihrem wahren Sein, dem Höheren Selbst und damit zu den anderen Wesen in ihrem wahren Ausdruck verloren. Nur richtig verstandene Win-Win-Spiele sind göttlich, und das konkurrenzlos.

  • alternativlos adj. von lat. alter adj. der zweite, der eine von zweien, lat. alternare Vb. abwechseln, dt. Alternative f. die Entscheidung  zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten sowie die Möglichkeit zwischen zwei oder mehreren Dingen zu wählen sowie los mit der Bedeutung ohne (z.B. auch in atemlos, herzlos, armlos etc.) zusammengefasst: ohne (jede) Alternative

Letztes Jahr wurde das Wort „alternativlos“ in Deutschland zum „Unwort des Jahres 2010“ gewählt. Viele Entscheidungen der Regierung und der Parlamente wurden von den Machthabern als „alternativlos“ hingestellt. Dies galt bis Mitte März 2011 auch noch für die Verlängerung der Restlaufzeiten bundesdeutscher Kernkraftwerke. Jetzt sieht es anders aus. Und ich darf dir sagen: Nicht die Lage hat sich geändert, wie es heute gern von Politikern gesagt wird, sondern die Sicht auf eine grundsätzlich gefährliche Technologie hat sich in großen Teilen der Bevölkerung geändert. Das Wort „alternativlos“ wurde vom Ego einiger Politiker und anderen Mächtigen benutzt, um Entscheidungen zu rechtfertigen und dem breiten Publikum zu verkaufen. Dessen Ego hat es bereitwillig abgekauft und sich weiter auf (scheinbar) z. B. billigen Strom aus der Steckdose gefreut. Der Begriff „Unwort“ ist daher schon sehr treffend.

Ich plädiere dafür, auch eine Wahl zum „Wort des Jahres 2011“ durchzuführen. Dann könnte das Wort „alternativlos“ zum „Wort des Jahres 2011“ gewählt werden. Warum?

Wenn die Menschheit wirklich in innerem und äußerem Frieden leben will, ist es wirklich alternativlos, die vorhandenen selbstzerstörerischen Strukturen der Ego-Matrix zu  transformieren und damit alle diesbezüglichen Absichten zu beenden.

Das Einüben von radikaler Selbstehrlichkeit, radikaler Vergebung und radikalen Verantwortungsübernahme durch alle Individuen in dieser Welt ist unabdingbare  Voraussetzung für dieses Ziel. Göttlich zu sein und zu handeln ist wirklich alternativlos, um den Traum der Menschheit in paradiesische Zustände zu leben, wahr werden zu lassen.

Beim Entwickeln dieses Artikels viel mir eine Geschichte ein, die in wunderbarer Weise das Gesagte ergänzt.

Tante Ida und ich

Tante Ida war die angeheiratete Frau eines Bruders meines Vaters und wohnte mit ihrem Mann Werner seit Jahrzehnten in der Nähe von Bremen. Ich hatte zu beiden eine besondere Beziehung, da beide mich in ihr Herz geschlossen hatten. Als Heranwachsender war ich bei Ihnen in Ferien und genoss dort eine Freiheit und eine weitestgehend stressfreie Zeit, sowie ich sie von zu Hause nur selten kannte. Wenn ich bei ihnen war, zeigten sich beide überwiegend von ihrer besten Seite.

Erst später realisierte ich, dass sie diese sonst auch nicht immer lebten. Erst vor einigen Jahren erfuhr ich, dass mein Onkel Werner sogar daran beteiligt war, eine für mich damals lebensbedrohliche Situation als Einjähriger abzuwenden – und das erfolgreich, wie du unschwer erkennen kannst.

Im Frühjahr 2004 besuchte ich beide ohne Voranmeldung. Tante Ida war gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden, in dem sie wegen diverser Krankheiten mehr als einen Monat lang behandelt worden war. Unter anderem sollte die Behandlung Ihres Diabetes mellitus Typ 2 besser eingestellt werden, da ihre Zuckerwerte wiedermal aus dem Ruder gelaufen waren. Auch hatte sie Wasserödeme an den Beinen. Auch machte ihr ein für sie unerträglicher Schmerz im rechten Oberschenkel zu schaffen.

Bezüglich dieses Schmerzes konnten die Ärzte keine Linderung bewirken. Ein Arzt hatte ihr sogar gesagt: „Wenn der Schmerz noch unerträglicher wird,  dann können wir nur noch das Bein amputieren“. Scheinbar alternativlos. Mit dieser für sie schrecklichen Perspektive war sie nun wieder zu Hause angekommen. Ich bot ihr an, mit dieser Situation einmal einige Betrachtungen zu machen, worauf sie sich einließ.

Innerhalb einer dreiviertel Stunde war der Kern des Dramas geknackt. Sie hatte vor einigen Jahren im Treppenhaus des Mietshauses ein Gespräch mit einer Mitbewohnerin geführt. Diese hatte sie davor gewarnt: Wenn sie sich weiterhin so kaputtschuften würde, wie sie es jetzt täte, dann würde sie im Alter von ihrer Rente nicht viel haben.

Als sie dann Rentnerin wurde, hatte sie so viele ausgewachsene Krankheiten, dass sie das Rentnerdasein nicht wie erhofft genießen konnte. Sie hatte sich dann extrem für ihre Uneinsichtigkeit selbst verurteilt. Bevor sich der Schmerz in Wohlgefallen auflöste, beschrieb sie ihn wie folgt: „Das fühlt sich an, als ob einer mit einem großen Fleischermesser in einer offenen Wunde herummacht.“ Ja, das hatte sie getan. Mit dieser Erkenntnis konnte sie sich selbst vergeben und der Schmerz verging. Er ist bis zu ihrem Lebensende meines Wissens nie wieder aufgetaucht.

Anfang November 2006 war ich erneut bei meinen Verwandten. Meine Tante war wieder gerade aus dem Krankenhaus gekommen, nachdem bei ihr ein Teil eines Fußes wegen angeblich irreversibler Durchblutungsstörungen in zwei Schritten amputiert worden war.

Sie trug jetzt ihren noch gewöhnungsbedürftigen orthopädischen Schuh. Außerdem war bei ihr Magenkrebs festgestellt worden.

Bezüglich des Magenkrebses, bot ich ihr wiederum an, mit dieser Situation einige Betrachtungen zu machen. Sie ließ sich ein und entdeckte, dass sie im Magenbereich Wut und Groll auf Hitler und sein Regime abgespeichert hatte. Als junges Mädchen hatte sie erlebt, wie ihre Halbschwester als Baby während einer gnadenlosen Zwangsumsiedlung aus der Ukraine nach Westposen in einem sonst für Vieh benutzten Eisenbahnwaggon in den Armen der Mutter erfroren war. Ihre Eltern bzw. Stiefmutter waren Wolgadeutsche. Diese  sollten mit ihren Familien den vom Deutschen Reich annektierten Teil Polens arisch besiedeln.

Nachdem sie einiges davon gelöst hatte, ging es ihr schon besser. Sie hatte viel mehr Lebensenergie und war weniger depressiv.  Jedoch wussten beide, dass da noch mehr saß. Immerhin hatte sie einige Jahre später noch eine zweite Vertreibung erlebt. Ich schlug ihr daher vor, für vielleicht zwei Wochen zu mir nach Rhede zu kommen. Daraufhin sagte sie mir: Das würde sie ja machen, aber sie könne ihren Mann doch nicht alleine lassen. Außerdem wolle sie erst einmal die von den Ärzten geplante Chemotherapie machen, auch wenn diese ihr nicht große Hoffnungen gemacht hätten. Alle Hinweise, dass ihr Mann auch ohne sie klarkäme und dass es ja nur für eine relativ kurze Zeit wäre, nützten nichts. Für sie war ihre Entscheidung(scheinbar) alternativlos.

Zwei Monate später hat sie ihren Mann dann tatsächlich verlassen, sie war gestorben, nachdem sie nochmal stationär im Krankenhaus gewesen war. Ihre Entlassung überlebte sie gerade einmal um einen Tag. Zu ihrer Beerdigung fuhr ich dann mit meiner Mutter, die gerade ein dreiviertel Jahr vorher durch Selbstheilung vom „Totenbett“ auferstanden war.

Für mich ist das Erzählen dieser Geschichte an dieser Stelle alternativlos.

Warum? Jeder kann selbst entscheiden, was er ab JETZT  für alternativlos hält, wenn er wirklich gesunden will. Außerdem gilt für die Seele meiner Tante auch der letzte Satz des berühmten Buches „Der Prophet“ vom amerikanisch-libanesischen Schriftsteller Khalil Gibran. In seiner unnachahmlichen Weise legt er dem Propheten beim Abschied von der Erde diese Worte in den Mund: „Eine kleine Weile noch, ein Augenblick des Ruhens auf dem Wind, und eine andere Frau wird mich gebären“

Auch die Seele meiner Tante wird eines Tages erneut inkarnieren und ich rufe  ihr frei nach Khalil Gibran heute zu: „Eine kleine Weile noch, einen weiteren Augenblick des Ruhens auf dem Wind, und eine andere Frau wird dich gebären.“ Wenn sie dann im kommenden Leben älter sein wird, wird sie nun diese Geschichte lesen können, da sie um die Welt gehen wird. Sie hat dann mit der Clemensana-Akademie alle Voraussetzungen – Prinzipen und Methoden – um ihr Werk der Vergebung und Vervollkommnung fortzusetzen.

Na, wenn das nicht konkurrenzlos alternativlos göttlich ist!