Vorträge/Miniworkshops
Unter dem Motto "Erkenne und lebe Dein wahres Selbst" - Der Weg zur wahren Lebensweisheit, Humanität, Spiritualität und Selbstheilung veranstaltet die Clemensana-Akademie an verschiedenen Orten in NRW und darüber hinaus kombinierte Vorträge/ Miniworkshops. Aktuell ist ein Termin am Standort Remscheid geplant. Am Sonntag, 26.11.2017 um 15.30 Uhr geht es um das Thema "Der wahre Verstand schränkt sein Herz nicht ein - der Ergo-(Un-)Verstand, der sich in jedem Moment irrt, hat ein eingeschränktes Herz." Mehr Infos über die aktuell geplanten Veranstaltungen unter Vorträge-Miniworkshops

Die Ego-Matrix

Das Ego-Drama

Das Kreuz mit dem Sich-Sorgen-machen

(Verwandte Rollen: Besorgtsein, Kummerhaben)

Sich wegen irgendetwas oder irgendjemanden Sorgen zu machen, ist eine Lieblingsbeschäftigung des Egos. Wenn das Ego das gar nicht täte, wären gar keine Sorgen da. Sorgen machen heißt Sorgen kreieren oder erschaffen. So einfach ist Erkenntnis.

Das Ego mag einwenden:“Ja, aber ich habe doch Angst um … .Ja, ja, das Ego liebt auch noch die Rechtfertigung mit vermeintlich angemessenen Gefühlen.

Da gibt es z.B. die scheinbar „gute Mutter“, die sich um ihre 25-jährige Tochter sorgt, die sie vom Urlaubsort nicht anruft, dass sie gut angekommen ist. Wenn beide wieder zusammen sprechen, hagelt es Vorwürfe der Mutter, wie die Tochter sich nur so verhalten kann, obwohl sie doch weiß, dass sie sich doch soviel Sorgen macht. Wenn bei der Tochter jetzt noch alte Schuldgefühle angesprochen werden, wird sie sich entweder unterordnen oder rebellieren, offen oder nur innerlich. Beides ist Drama.

Diese Mutter wird wahrscheinlich behaupten, dass eine „gute Mutter“ sich doch solche Sorgen macht, dass ist doch ganz normal. Für sie ja und für alle anderen, deren Ego so oder so ähnlich gestrickt ist. Andere haben diese Dramen nicht. Also was ist schon normal. Möglicherweise wird diese vermeintlich „gute Mutter“ die Mütter, die ihre Kinder losgelassen haben, noch als Rabenmütter ansehen, da sie keine Angst um ihr Wohlergehen haben und sich keine Sorgen machen. Perversion ist eben auch die (Un-)Tugend des Egos.

Es gibt übrigens einen sehr großen Unterschied zwischen „sich Sorgen machen“ und „für etwas wirklich Gutes sorgen“. Am besten ist es, einmal zu fühlen, wie sich die eine und die andere Absicht anfühlen.

Es gibt da eine nette Geschichte von zwei Schwestern, wovon die eine sich mit ihrer Sorge und Mühe wichtig machte und ihre Schwester ins schlechte Licht rücken wollte. Den Gast, der zuweilen als Weisheitslehrer unterwegs war, konnte sie damit nicht beeindrucken, denn ihre Schwester tat das, wofür er gekommen war.

Maria und Martha

38 Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. 39 Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seiner Rede zu. 40 Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: HERR, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie es auch angreife! 41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: „Martha, Martha, du hast Sorge und Mühe um vielerlei; aber nur weniges, ja nur „eins“ ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

Lukas 10,38-42